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Der revolutionäre Kleine mit den vielen Vorteilen

- Elektro-Mai GmbH hat Weingartens erstes Elektroauto -  

Frage des Autoherstellers „mia“: „Was braucht ein Kunde wirklich, um in der Stadt mobil zu sein?“ Michael Zöller und Achim Bundschuh, Geschäftsführer der Firma Elektro-Mai, antworten darauf: „Wir fahren mit Strom“.  

Nachdem die Elektrofirma Mai in der Stettiner Straße bereits Ende des vorigen Jahres eine Stromtankstelle auf ihrem Firmengelände installiert hatte, war der Schritt zur Erfüllung des langgehegten Vorhabens, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen, nicht mehr weit.

Klein und wendig sollte es sein, umweltfreundlich und sparsam. Es müsse nicht wahnsinnig schnell fahren können, sagen die Beiden und es brauche auch keine riesigen Entfernungen zurückzulegen, denn es solle eine Ergänzung des vorhandenen Fuhrparks sein. Gedacht als Fahrzeug für die Chefs, die damit anderes tun, als Waschmaschinen zu transportieren.  

Michael Zöller wurde fündig bei dem französischen Hersteller „mia“ und seit kurzem steht in der Stettiner Straße Weingartens erstes und bislang einziges Elektroauto. 

Schon rein äußerlich ist das dreisitzige Modell ein Hingucker. Petrolfarben mit roten Sitzen, großer Windschutzscheibe, Schiebetüren und einer riesigen Heckklappe zeigt sich der Kleinwagen nicht nur rundum praktisch sondern auch entsprechend cool designed, geschaffen von Murat Günak, langjähriger Chefdesigner bei VW und mittlerweile bei mia verantwortlicher Leiter in der Entwicklung von Elektroautos. 

Der Dreisitzer bietet sich mit einer Länge von 2,87 Meter als idealer Partner für enge Straßen und kleine Parklücken an. Die 8-kwh-Batterie reicht bei einer Ladezeit von maximal drei Stunden für eine Reichweite von rund 80 bis 90 Kilometer. „Die Region zwischen Bruchsal und Karlsruhe können wir damit abdecken“ sagt Michael Zöller. Wird das Fahrzeug über Nacht aufgeladen, so sorgte eine Standheizung, dass es morgens vorgewärmt ist und vor allem im Winter keine Startschwierigkeiten hat, die unnötig Energie aus der Batterie kosten. Die Witterung schlägt sich natürlich auf den Verbrauch nieder, aber sparsamer als ein Benziner ist das Elektroauto auf jeden Fall. Zöller, bisher smart-Fahrer, rechnet überschlägig 3,-- € Verbrauchskosten auf 100 Kilometer, bei seinem smart betrug dieser auf die gleiche Entfernung 4 Liter Diesel. Außerdem ist das Auto extrem immissonsarm. 

Bürgermeister Eric Bänziger, stets interessiert an neuen Möglichkeiten, hat das Fahrzeug besichtigt. Bei einer Probefahrt zeigt der Kleine, was in ihm steckt. Ab dem Firmengelände Elektro-Mai geht es zur Ringstraße und von dort zur B 3. Richtung Durlach nimmt er Fahrt auf, leise und trotzdem anzugsstark, dann geht es links ab Richtung Bergwald. Bergauf merkt man die Besetzung mit drei Personen, aber es geht. Auf halber Höhe des Berges bewährt sich der extrem kleine Wendekreis mit 8,50 Durchmesser und bei der Fahrt bergab verbraucht das Fahrzeug keine Energie, sondern produziert und lädt die Batterie wieder auf.

Marianne Lother  Turmbergrundschau  15.03.2012

                               „Ein weiterer Punkt im Versorgungsnetz“

 „Das ist ein weiterer Punkt  im Versorgungsnetz“ sagte Bürgermeister  Eric Bänziger und meinte damit die nagelneue „Strom-Tankstelle“, die die Firma Elektro-Mai seit kurzem auf ihrem Grundstück betreibt. Die beiden Geschäftsführer Achim Bundschuh und Michael Zöller liebäugeln mit der Anschaffung eines Elektro-Autos. „Für unseren Kundenservice vor Ort hier im Umkreis von 50 Kilometer“ lautet die nähere Beschreibung. Was liegt näher, als dieses Auto mit dem Strom aus der Fotovoltaik-Anlage vom eigenen Hausdach des Firmengebäudes zu „betanken“? Wilfried Krake ist Inhaber einer Weingartner Firma, die auf Gehäusetechnik spezialisiert ist und die „Hülle“ erstellt hat, den funktionsfähigen Ausbau haben die beiden Elektromeister selbst bewerkstelligt. Nun steht in der Stettiner Straße eine Anlage „mit Schukosteckdosen für sämtlich Elektroautos und -fahrräder, egal welcher Marke“, wie die beiden versichern. Im Rahmen eines Pilotprojekts steht sie anderen Nutzern während der Öffnungszeitenund nach vorheriger Absprache zur Verfügung.

Marianne Lother BNN 13.10.2011