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Dorfstraße 63
49124 Georgsmarienhütte Tel: 05401-365310 Fax: 05401-365319 |
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ÜberspannungsschutzUnter Überspannungsschutz wird der Schutz elektrischer und elektronischer Geräte vor zu hohen elektrischen Spannungen verstanden. Die Überspannungen werden durch den Blitz als Naturereignis oder durch kapazitive und induktive Einkopplungen anderer elektrischer Systeme hervorgerufen.
Blitzschutz
Eine der Hauptursachen für Überspannungen sind Blitzeinschläge. Besonders wichtige oder gefährdete Gebäude werden daher mit Blitzschutzsystemen ausgerüstet. Dazu gehört der äußere Blitzschutz mit seinen Fangleitungen, Ableitern und Erdern sowie der innere Blitzschutz. Der innere Blitzschutz umfasst alle Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Blitzstroms. Dazu gehören hauptsächlich der Potentialausgleich und der Überspannungsschutz.
In der VDE Blitzschutznorm ist festgelegt, dass ein äußerer Blitzschutz mit der Erdung und dem Potentialausgleich des Gebäudes verbunden werden muss. Im Falle eines Einschlags von 10.000 Volt wird etwa die Hälfte in das Erdreich abgeleitet. Die andere Hälfte wird kurzzeitig über den Potentialausgleich in das Haus geleitet. Damit liegen an den Geräten fast 5.000 Volt an. Daher sollte in jedem Gebäude mit äußerem Blitzschutz unbedingt auch der innere Blitzschutz konsequent ausgeführt werden
Ursachen für Überspannungen
Die Überspannungen können durch Blitzeinschläge in der Nähe ausgelöst werden. Durch kapazitive und induktive Wirkungen der extrem hohen Blitz-Spannungen werden in den Metallteilen in der Umgebung von 1500 Metern immer noch gefährlich hohe Spannungen erzeugt. Aber auch durch Schaltvorgänge im Mittelspannungsnetz oder im eigenen Hausnetz können gefährliche Spitzenspannungen in der Stromversorgung auftreten. So treten in Leitungen neben Leuchtstoffröhren oder beim Einschalten von Lüftermotoren Spannungen bis zu 20.000 Volt auf. Gegen diese Überspannungen gibt es wirksamen Schutz, der überschaubar und preiswert ist.
Da einige Geräte der modernen Netzwerktechnologie schon sehr preiswert zu bekommen sind, macht es nicht in jedem Fall Sinn, diese Bereiche mit Überspannungsschutz auszurüsten. Die Entscheidung, welche Systeme geschützt werden sollten, basiert auf 3 Schwerpunkten:
Anlagenteile, die eine besondere Gefährdung darstellen sollten geschützt werden. So sind Außenantennen, lange Datenleitungen und Leitungen in der Nähe von hohen Energieübertragungen besonders gefährdet.
Systeme die besonders teuer in der Anschaffung sind, sollten immer gegen Überspannung gesichert werden. Das können Super-Computer, Spezialanfertigungen oder Hochleistungs-Netzwerkrouter sein.
Unabhängig von Preis und Gefährdung sollten Systeme, deren Funktion von besonderer Bedeutung ist, gesichert werden. Komponenten, die das Kerngeschäft der Firma bilden oder auch nur die Telefonanlage, die im Falle eines Ausfalls das tägliche Geschäft extrem behindern.
Genau wie beim Blitzschutz muss auch bei dem Überspannungsschutz darauf geachtet werden, dass alle Zugänge zum System abgesichert werden. Sobald ein Zugang vergessen wird, treten automatisch dort die Spannungsdifferenzen auf, die das System zerstören. Neben der Stromversorgung sollte also immer die Netzanbindung mit in die Betrachtung einbezogen werden
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